Geschichte

Herr Wilhelm Rosenberg, selber von Wohnungslosigkeit betroffen, wurde im Verlaufe seiner langen Wanderjahre zum Altenpfleger ausgebildet. Als er Mitte der 90er Jahre ins St.Ursulaheim nach Offenburg kam, konnte er es nicht mehr mit ansehen, wie krank seine Kollegen waren und begann, ihnen Hilfe zu leisten, so gut er konnte. Er nahm Kontakte zu Offenburger Allgemeinärzten auf und vermittelte seine Kolleginnen und Kollegen dahin.

Diese Hilfen griff der Förderverein Pflasterstube auf. Mit Unterstützung der Offenburger Bürgerstiftung wurde bei einem Neubau am St.Ursulaheim ein Pflegebad, ein Krankenzimmer und ein kleines Büro und Behandlungszimmer eingerichtet. Dort helfen zwei ebenfalls ehemals von Wohnungslosigkeit Betroffene an der Basis ihren Kolleginnen und Kollegen. Frau Weber machte durch den Förderverein eine Ausbildung als Schwesternhelferin. Diese beiden „Basishelfer“ sind mit den anderen Betroffenen auf Augenhöhe und können besser als andere Probleme besprechen und Hilfe anbieten.

Unsere Basishelfer werden unterstützt von zwei Krankenschwestern der Diakonie-Sozialstation Offenburg, die mindestens zweimal in der Woche, bei Notfällen jedoch immer kommen und helfen.

Finanziert wird diese Hilfe durch den 2006 gegründeten Solidaritätsfonds, in dem sich vor allem Offenburger Bürger verpflichten, für zwei Jahre in einer ihnen möglichen Höhe Geld zu spenden. Dazu kommen allerdings noch viele andere große und kleine Spenden – jedoch keine öffentlichen Gelder.

Zur Verwaltung dieser Spenden wurde 2008 unser Förderverein gegründet, der nun Hilfen und Finanzierung organisiert und verwaltet. Dabei werden fast alle Bürokosten von den beiden Vorsitzenden privat getragen. Basishelfer, Schwestern der Diakonie-Sozialstation, Sozialarbeiter des St.Ursulaheims und die beiden Vorsitzenden treffen sich etwa monatlich zu einer intensiven Besprechung der Hilfen.

Unser Traum und Fernziel ist die Schaffung einer Einrichtung für schwerkranke und sterbende Wohnungslose. Diese können sich an die Ordnungen in normalen Pflegeheimen auf Grund ihrer Anamnese nicht gewöhnen und wir wollen ihnen einen Raum bieten, in dem sie sich wohlfühlen und trotzdem ausreichend betreut werden. Aber dafür braucht es noch viele Lösungsideen, Gespräche und Voraussetzungen.