Danke

​Es ist wunderbar, dass uns so viele Ärzte bei unserer Arbeit ehrenamtlich helfen. Sie halten Sprechstunden in Offenburg, Kehl und Achern, sie fahren mit zu den Wohnungslosen nach Lahr und auch zu Obdachlosen, die unter prekären Umständen im Freien wohnen. Dabei sind nicht nur Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand, sondern auch welche, die das neben ihrer eigentlichen Arbeit tun.

Besonders freuen wir uns, dass jetzt auch eine Psychologin sowie ein Psychiater mitarbeiten. Das wünschten wir uns schon lange, weil viele der obdach- und wohnungslosen Menschen psychische Erkrankungen haben. Und natürlich sind wir Frau Dr. Holst, der Zahnärztin dankbar, die mit so viel Empathie und Feingefühl die doch recht problematischen Patienten zahnärztlich behandelt.

Darüber hinaus gibt es einen Kreis von niedergelassenen Allgemeinärzten, die sich bereit erklärt haben, in wöchentlichem Wechsel, Patienten anzunehmen, die ihnen durch unsere Mitarbeiterinnen angemeldet werden. Wohnungslose und Obdachlose haben ja fast nie einen Hausarzt, bei dem sie bekannt sind. Wir danken Ihnen sehr, sowie den Fachärzten, die für uns kostenlos oder sehr kostengünstig behandeln.

Dabei dürfen wir beim Danken das Dental-Labor Wolter nicht vergessen, welches die Zahnteile fertigt, die Frau Holst benötigt und auch teilweise spendet.

In erster Linie aber gilt unser Dank unseren Spendern. Nur durch die Spenden können wir unsere Hilfen leisten. Wir müssen uns ausschließlich durch Spenden finanzieren. Da sind zuerst die Mitglieder des Solidaritätsfonds, die sich verpflichteten, für zwei Jahre eine selbstgewählte Summe monatlich oder viertel-, halb- und jährlich zu Spenden.

Wir danken auch den Spendern, die uns spenden, ohne ihre Anschrift anzugeben und die deswegen keine Spendenbestätigung und keinen Dankbrief bekommen können. Nachdem Herr Hansert zu Spenden für die Winterhilfe aufrief, bekamen wir sehr viele, auch kleine Spenden. Über die freuen wir uns besonders, weil sie wohl von Personen kommen, die mit ihren Finanzen sehr sorgfältig umgehen müssen. Solidargefühl und Spendenbereitschaft sind bei uns also immer noch präsent.

Wieder erhielten wir auch große Spenden. Nicht nur von Stiftungen, Vereinen und Firmen, sondern auch von Privatleuten. Immer wieder wurde aus besonderen Anlässen wie runden Geburtstagen, aber auch Beerdigungen gespendet.

Neben Geldspenden wurden uns auch Sachspenden übergeben, mit denen wir helfen und Freude bereiten konnten, wie die handgestrickten Socken von Frau Ilse Schneider aus Willstätt. Wir bekamen auch viele Kleider, wobei im Herbst und Winter warme und wetterfeste Kleidung sehr begehrt war. Leider können und dürfen wir aus rechtlichen Gründen vieles, wie zum Beispiel Medikamente nicht annehmen, wofür wir um Verständnis bitten.

Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeiterinnen, Frau Otto und Frau Nettmann, die die Bewohner im St. Ursulaheim betreuen, und Frau Karpinska, die in der Offenburger Wärmestube, aber auch in Kehl und Lahr oder bei den auf der Straße kampierenden hilft, für ihre Arbeit. Diese Arbeit ist angesichts psychisch kranker, auch alkohol- und drogenabhängiger Betroffener oft nicht einfach. Nicht immer kommt Dankbarkeit zurück oder es werden unerfüllbare Forderungen gestellt. Unsere Mitarbeiterinnen haben ihre Bemühungen gegenüber den Betroffenen mit Respekt und Empathie sowie mit Können und Wissen so ausgeführt, dass Vertrauen mit vielen Menschen aufgebaut wurde, die aus ihrer Erfahrung eher ablehnend und misstrauisch waren.